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Devisen: Euro weitet Verluste fällt auf 15-Monatstief – Franken fester

Verstärkt gesucht ist mittlerweile auch der Franken. So hat das Euro/Franken-Paar seit dem frühen Handel annähernd einen halben Rappen eingebüsst. Wie es in einem aktuellen Devisenkommentar bei Raiffeisen Schweiz heisst, habe sich das Euro/Franken-Paar im September zwar noch über der Marke von 1,08 stabilisiert. “Die nicht abbrechenden Sorgen um die Corona-Pandemie sowie die Verlangsamung der globalen Konjunkturerholung belasten den Euro aber weiterhin.” Darüber hinaus sorge die zunehmende Inflationsdivergenz zwischen Eurozone und Schweiz für Gegenwind. Denn für eine Abschwächung des Frankens wären etwa deutlich steigende Zinsen in der Eurozone nötig – diese seien aber nicht in Sicht. “Es dürfte daher für die Schweizerische Nationalbank (SNB) immer schwieriger werden, sich mittels Devisenmarktinterventionen gegen die Frankenstärke zu stemmen”, so das Fazit der Experten. Auch der US-Dollar ist zum Franken nach einem kurzen Anstieg über die 0,93er Marke wieder auf 0,9294 Franken zurückgekommen.

Belastet wird der Euro durch die trübe Stimmung an den Aktienmärkten, wo sich Inflationsängste bemerkbar machen. Für Verunsicherung sorgen aber auch die finanzielle Schieflage des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande und der Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA.

Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone sorgen für zusätzlichen Abwärtsdruck. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie gingen im August wesentlich stärker zurück als erwartet. Das Bundeswirtschaftsministerium führte die Nachfrageschwäche auch auf geringere Grossaufträge und die Lage von Betriebsferien zurück. Der Rücksetzer folgt zudem auf teils deutliche Zuwächse in den Monaten zuvor. Daneben sind in der Eurozone die Einzelhandelsumsätze im August weniger gestiegen als erwartet.

Der US-Dollar als Weltleitwährung legt zu vielen anderen wichtigen Währungen zu. Neben dem Franken ist noch der japanische Yen als sichere Währung gesucht. Verluste müssen unter anderem der australische und der neuseeländische Dollar sowie das britische Pfund hinnehmen. Eine erste Zinsanhebung seit sieben Jahren hilft dem Neuseeland-Dollar nicht. Die Notenbank des Landes stemmt sich mit einer ersten Zinserhöhung seit dem Jahr 2014 gegen die erhöhte Inflation. Zudem stellt sie weitere Anhebungen in Aussicht. Ein Grund für den strafferen Kurs dürfte auch der heisslaufende Immobilienmarkt sein.

In den USA veröffentlicht am Nachmittag der Dienstleister ADP seine monatlichen Daten vom Arbeitsmarkt. Sie gelten als Hinweis auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung, dem grosse Bedeutung für die kurzfristige Geldpolitik der US-Notenbank Fed zugeschrieben wird. Die Fed will bald ihre milliardenschweren Wertpapierkäufe, die zur Konjunkturstützung aufgelegt wurden, zurückfahren.

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