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Swiss Nominal Wages to Rise by 0.8 Percent

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In the pharmaceutical industry, which is well under way, the salaries should increase by at least 1 percent. (Image: Simon Tanner / NZZ)

The unions are demanding higher salaries for next year. However, gains are realistic only in individual sectors. In addition, can be expected in Switzerland with a lower purchasing power gain.

The workers umbrella organization Travail Suisse and the association Employees Switzerland have launched the 2017 wage round on Tuesday. Travail Suisse calls around 1 percent pay for most employees in Switzerland. For companies that do not suffer from the “Swiss Franc Shock”, even larger wage increases are reasonable, said Gabriel Fischer, head of economic policy, at a media conference. Representatives of the Association of Employees Switzerland want for the engineering, electrical and metal industry (MEM) achieve an increase of at least 0.5 percent, because the company had gradually recovered from the CHF shock. In the pharmaceutical industry, which is well under way, the salaries should increase by at least 1 percent.

Low Increases of Productivity

According to Simon Wey, Deputy Head of Labour market and labor at the employers’ organization, the demands especially in light of the uncertain economic outlook are unrealistic. The Swiss companies should be careful with wage increases in the face of global economic risks and the weak productivity development. Especially in the MEM industries should be expected freezes well as before.
According to Michael Siegenthaler, labor market expert at the Economic Institute (KOF) at ETH Zurich, only a few are likely to benefit from higher salaries in industries such as construction, tourism, textiles, hospitality or retail. More reward is against it in the financial, pharmaceutical and chemical industries.

The KOF expects for the coming year average of nominal wage increase of 0.8 percent. At the same time, however, the economic analysts expect that inflation in Switzerland will increase slightly and allows wages next year are “merely” grow in real terms by 0.6 percent. Thus, consumers would have a lower purchasing power gain than this year. For 2016, the KOF is in fact based on an increase in real wages of 0.9 percent. Most economists expect wages are nominal growth of around 0.5 percent this year.

2015: Nominal Wages +0.4%, Adjusted for Purchasing Power +1.5%

Employers snooze in the ongoing wage negotiations to the low inflation, the have benefited in recent years the staff. Thus, nominal wages in the past year are approximately increased by 0.4 percent on average. However, real growth amounted to 1.5 percent, because inflation has developed significantly negative after the abolition of the minimum euro exchange rate, as had been expected in wage negotiations in the autumn, 2014.

In the past five years, real wages have loud Siegenthaler by KOF grew faster than the productivity of companies, which weighs on the competitiveness of Switzerland. At the same time, wage growth is also an important driver of private consumption and inhibits deflationary threats. Whether wages have risen too much in comparison with productivity, should be taken at the level of individual farms under the microscope. Running costs in a company because of excessive wage growth out of control, threatening layoffs and thus higher unemployment.

Robust labor market: Unemployment Rate at 3.1%

The Swiss labor market is developing, given the difficult economic situation continues to be robust. As the State Secretariat for Economic announced on Tuesday, 183 people were in Switzerland in July more unemployed than in the previous month. The unemployment rate remained at 3.1 percent. However, youth unemployment has risen significantly – due to seasonal effects that are repeated annually.

 

German text:

Ein Herbst mit einigen Nullrunden

Pharmaindustrie

In der Pharmaindustrie, die gut unterwegs ist, sollen die Gehälter mindestens um 1 Prozent zulegen. (Bild: Simon Tanner / NZZ)

Die Gewerkschaften fordern für nächstes Jahr höhere Gehälter. Zuwächse sind jedoch nur in einzelnen Branchen realistisch. Zudem ist in der Schweiz mit einem tieferen Kaufkraftgewinn zu rechnen.

Der Arbeitnehmer-Dachverband Travail Suisse und der Verband Angestellte Schweiz haben am Dienstag die Lohnrunde 2017 lanciert. Travail Suisse fordert rund 1 Prozent mehr Lohn für die meisten Beschäftigten in der Schweiz. Bei Unternehmen, die nicht unter dem Franken-Schock litten, seien auch grössere Lohnzuwächse angemessen, sagte Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik, an einer Medienkonferenz. Vertreter des Verbandes Angestellte Schweiz wollen für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) eine Erhöhung von mindestens 0,5 Prozent erreichen, weil sich die Firmen allmählich vom Franken-Schock erholt hätten. In der Pharmaindustrie, die gut unterwegs ist, sollen die Gehälter mindestens um 1 Prozent zulegen.

Wo mehr Lohn winkt

Noch stecken die Verhandlungen der Sozialpartner in der Anfangsphase. Laut Simon Wey, stellvertretender Ressortleiter Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht beim Arbeitgeberverband, sind die Forderungen vor allem vor dem Hintergrund der unsicheren Konjunkturaussichten unrealistisch. Die Schweizer Unternehmen seien angesichts der weltwirtschaftlichen Risiken und der schwachen Produktivitätsentwicklung vorsichtig mit Lohnerhöhungen. Vor allem in der MEM-Industrie müsse wohl nach wie vor mit Nullrunden gerechnet werden. Laut Michael Siegenthaler, Arbeitsmarktexperte bei der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, dürften auch in Branchen wie Baugewerbe, Tourismus, Textilindustrie, Gastgewerbe oder Detailhandel nur wenige in den Genuss von höheren Salären kommen. Mehr Lohn winkt dagegen in den Sektoren Finanzen, Pharma und Chemie.

Die KOF rechnet für das kommende Jahr durchschnittlich mit einer nominalen Lohnsteigerung von 0,8 Prozent. Gleichzeitig erwarten die Konjunkturforscher jedoch, dass die Teuerung in der Schweiz leicht anziehen wird und damit die Löhne im nächsten Jahr real «bloss» um 0,6 Prozent wachsen werden. Damit hätten die Konsumenten einen geringeren Kaufkraftgewinn als in diesem Jahr. Für 2016 geht die KOF nämlich von einem Zuwachs der Reallöhne von 0,9 Prozent aus. Die meisten Ökonomen erwarten, dass die Löhne im laufenden Jahr nominal um rund 0,5 Prozent wachsen werden.

Gefährdete Wettbewerbskraft

Die Arbeitgeber erinnern bei den laufenden Lohnverhandlungen erneut an die niedrige Teuerung, von der die Angestellten in den vergangenen Jahren profitiert haben. So sind etwa die Nominallöhne im letzten Jahr im Durchschnitt um 0,4 Prozent gestiegen. Real betrug der Zuwachs jedoch 1,5 Prozent, weil sich die Teuerung nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich negativer entwickelt hat, als bei den Lohnverhandlungen im Herbst 2014 noch erwartet worden war.

In den vergangenen fünf Jahren sind laut Siegenthaler von der KOF die Reallöhne stärker gewachsen als die Produktivität der Firmen, was auf der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz lastet. Gleichzeitig ist das Lohnwachstum auch ein wichtiger Treiber für den Privatkonsum und hemmt Deflationsgefahren. Ob die Löhne im Vergleich mit der Produktivität zu stark gestiegen sind, sollte auf Ebene der einzelnen Betriebe unter die Lupe genommen werden. Laufen die Kosten in einem Unternehmen wegen eines übermässigen Lohnwachstums aus dem Ruder, drohen Entlassungen und damit eine höhere Arbeitslosigkeit.

Robuster Arbeitsmarkt

Der Schweizer Arbeitsmarkt entwickelt sich in Anbetracht der konjunkturell schwierigen Lage weiterhin robust. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag mitgeteilt hat, waren in der Schweiz im Juli 183 Personen mehr arbeitslos als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,1 Prozent. Allerdings ist die Jugendarbeitslosigkeit deutlich angestiegen – wegen saisonaler Effekte, die sich jährlich wiederholen.

Natalie Gratwohl
Natalie Gratwohl studierte an der Universität St. Gallen Staatswissenschaften mit Vertiefungsrichtung Internationale Beziehungen. Danach war sie als Redaktorin bei der Finanznachrichtenagentur AWP und bei der Handelszeitung tätig.
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