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Die Rahn-Kurve und die Sicherheit

Im monatlichen Marktkommentar von Marc Faber steht dieses Mal auf Seit 5ff das Konzept der Rahn-Kurve – ein faszinierendes Konzept.

Die Rahn-Kurve und die SicherheitEs geht darum, das Optimum bezüglich Staatsausgaben anzustreben. Bei 0% wie auch 100% Staatsaktivität am BIP ergibt sich beide Male kein Wachstum – einmal hätten wir Anarchie, beim anderen Mal Etatismus. Das Optimum liegt also irgendwo dazwischen.

“As government begins to rise from zero percent of GDP, initially it spends to protect life, liberty and property; as this happens the economy surges. When government makes people safe, enforces contracts, protects liberty and enforces property rights great things begin to happen. As government continues increasing, it next spends on infrastructure. Such spending further accelerates economic growth. It is clear that a little government does a lot of good. At this point government’s share of GDP is between 10% and 20%.”

Quelle: gloomboomdoom.com

Die Theorie wird von der Empirie gestützt. Länder wie Singapur oder Hongkong befinden sich nahezu beim Optimum und wachsen gut. Die ökonomische Lage ist ausgezeichnet. Europäische Länder wachsen eher schwach, dafür ist der Staatsanteil viel grösser (50-60%). Die Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten leider vom Optimum entfernt und driftet weiter nach rechts (grafisch gesehen).

Stellen wir uns nun mal vor, die Schweiz würde zurück zum Optimum bei ca. 15-20%) gelangen und allen Ballast abwerfen. Was bleibt?

  • Sicherheit (äussere Sicherheit [Armee, Dipomatie], innere Sicherheit [Polizei, Feuerwehr, etc.], Rechtssicherheit [einfache Gesetze und effiziente Gerichte]
  • Infrastruktur/Netze (z.B. Strassen, Eisenbahnnetz, öffentliche Bauten)

Aus allen anderen Gebieten müsste sich der Staat zurückziehen. Die Lücke wird dabei von der Privatwirtschaft geschlossen – sofern es denn ein Bedürfnis gibt. Ein Innovationsschub wäre die Folge. Es gäbe mehr Unternehmen und damit höhere Steuererträge – bzw. die Steuern liessen sich radikal senken.

Für die beiden übriggebliebenen Themen könnte die Aufteilung etwa so aussehen:

  • Sicherheit: 12% (vom BIP)
  • Infrastruktur: 6%

Bei einem aktuellen BIP von rund 600 Mia. wären das:

  • Sicherheit: 72 Mia.
  • Infrastruktur: 26 Mia.

Beide Werte erscheinen auf den ersten Blick sehr hoch! Vermutlich liessen sie sich sogar noch etwas kürzen. Auf jeden Fall betragen die Staatsausgaben so rund 100 Mia. und damit rund die Hälfte von den heutigen 200 Mia.

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Markus M. Müller
Markus M. Müller (genannt “MMM”): wohnhaft im Aargau, ab 1974 aufgewachsen im Fricktal, beeinflusst von der Inner- und Ostschweiz, studierte IT-, Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen (HSG) ist selbständiger Informationsmanager und Unternehmer. Er leistet Dienst als Generalstabsoffizier in der Schweizer Milizarmee. Er bezeichnet sich als “konservativen, libertären Bürger” und ist in verschiedenen sicherheitspolitischn Vereinen aktiv. Interessen: Geo- und Sicherheitspolitik, Währungsfragen, Gold/Silber, C4ISR, Medienpolitik.
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