Dax, Nasdaq, MSCI World – die Zahl der Indizes ist richtig. Und sie wächst immer weiter. Denn ohne Indizes keine ETFs. Vermeintlich werden diese Indizes transparent und nach objektiven Kriterien zusammengestellt. Doch es steckt mehr dahinter, sagt der Portfolio-Manager Andreas Beck. Denn inzwischen ist eine ganze Index-Industrie entstanden, die knallharte Interessen verfolgt. Und damit willkommen bei einem neuen Interview bei René will Rendite! Kritisch sieht Andreas Beck besonders die Nachhaltigkeit-Indizes, die nach ESG-Kriterien die Mitglieder auswählen. "Da gibt es dann einen Kriterienkatalog, zum Beispiel von MSCI, was ist in so einem Index drin und was nicht, und danach müssen sich dann die Investoren richten." Das Problem sei, dass man Nachhaltigkeit nicht messen könne. Anders als die Marktkapitalisierung sei sie als Kriterium nicht eindeutig. Das Ergebnis hänge stark davon ab, wie diese Kriterien zusammengesetzt und gewichtet werden. "Dadurch entsteht eine Machtkonzentration, die für die Gesellschaft wirklich schädlich ist." Andreas Beck nennt als Beispiel, wenn ein Unternehmen sein grünes Rating verliert. Dann müssen die Anleger reagieren und verkaufen. "Da entstehen Krisen, die keiner gewollt hat." Beim Anleihemarkt sei das bereits so, wenn sich das Rating von Papieren verschlechtert. Bild Thumbnail: getty/champc |
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