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STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung nur für vorerkrankte Kinder

STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung nur für vorerkrankte Kinder

Personen mit Down-Syndrom haben häufig mit gefährlichen Atemwegsinfekten zu kämpfen, daher gehören sie in Bezug auf Covid-19 zu den gefährdeten Gruppen. Das gilt auch für Kinder. / Foto: Getty Images/Manon ALLARD

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus einer Publikation im »Epidemiologischen Bulletin« Nummer 23/2021 des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag hervorgeht.

Konkret heißt es darin: »Die STIKO empfiehlt bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® (Biontech/Pfizer).« Die zwei notwendigen Dosen sollen in einem Abstand von drei bis sechs Wochen verabreicht werden. Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe ohne Vorerkrankungen werde derzeit zwar nicht empfohlen, sei aber »nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich«.

Die STIKO listet folgende Vorerkrankungen auf (wobei diese nicht nach Relevanz geordnet wurden):

  • Adipositas (> 97. Perzentile des Body-Mass-Index)
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung < 80 Prozent)
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion
  • chronische Niereninsuffizienz
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • maligne Tumorerkrankungen
  • Trisomie 21
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes mellitus (bei HbA1c-Werten > 9,0 Prozent)

Zusätzlich zu Kindern mit diesen Vorerkrankung empfiehlt die STIKO die Impfung auch Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können (wie etwa jüngere Geschwister), oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (zum Beispiel bei Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie). Auch bei Jugendlichen, die bereits berufstätig sind, könne eine berufliche Indikation aufgrund eines arbeitsbedingt erhöhten Expositionsrisikos bestehen, betont die STIKO.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer ist bislang die einzige Corona-Vakzine, die eine Zulassung für den Einsatz ab zwölf Jahren hat. In Kürze könnte der mRNA-Impfstoff von Moderna folgen, einen entsprechenden Antrag auf EU-Zulassung hatte das US-Unternehmen vor wenigen Tagen gestellt.

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